Bambinis.org

...Kindermode selbst gestalten und bedrucken

Bookmark and Share

Wutanfälle bei Kindern: Was tun?

Folgende Szene kommt den meisten Eltern wahrscheinlich nur allzu bekannt vor: Man befindet sich mit dem Nachwuchs im Supermarkt und steht vor dem Süßigkeiten-Regal. Das Kind greift nach der Lieblings-Schoko und lässt sie nicht mehr los. Sämtliche Argumente wie: Schokolade sei doch ungesund, ist schädlich für die Zähne usw. werden völlig vom Kind überhört und ignoriert. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Das Kind wirft sich auf den Boden uns schreit wie von Sinnen. Da sind Nerven aus Drahtseil gefragt.

Was steckt hinter Wutausbrüchen bei Kindern?

Trotz- und Wutanfälle treten bei Kindern meistens im 2. Lebensjahr zum ersten Mal auf, werden aber oftmals auch schon bei Kleinkindern im zarten Alter von 12 Monaten beobachtet. In dieser Phase können Kleinkinder extrem dickköpfig, fordernd und unkooperativ sein. Trotzreaktionen und Wutanfälle können bei manchen zum Alltag gehören. Eine oftmals sehr nervenbelastende Situation für die Eltern. Der Grund für das „Ausrasten“ bei den Kleinkindern ist zum einen der, dass sie sich mit Worten noch nicht so verständigen können, wie ein älteres Kind. Ein weiterer Grund ist, dass das Kind einen Machtkampf gewinnen möchte. Der Wutanfall soll die Eltern unter Druck setzen und zwar so lange, bis es seinen Willen durchgesetzt hat. Das Ringen nach Aufmerksamkeit ist ein weiterer Grund für Wutausbrüche. So bleibt dann eben nur das Schreien und Kreischen um seine Unzufriedenheit zu demonstrieren. Gehen Eltern mit den Wutanfällen ihrer Kinder im zarten Alter richtig um, stehen die Chancen sehr gut, dass die Wutanfälle im Alter von 3-6 Jahren weniger werden oder sogar aufhören. Was können Eltern tun, um erfolgreich gegen die Wutausbrüche ihres Kindes vorzugehen?

Mit Wutausbrüchen richtig umgehen

Versuchen Sie als Elternteil erstmals zu ergründen, wieso es zu dem Wutausbruch Ihres Kindes gekommen ist. Kinder sollen durch zu strenge Gebote oder Verbote nicht unnötig in eine emotionale Ecke getrieben werden, in der gar nichts anderes übrig bleibt als zu explodieren. Achten Sie darauf, dass bei extremen Wutausbrüchen weder das Kind selbst noch andere verletzt werden. Das Kind während des Wutanfalls festzuhalten ist eher keine gute Lösung. Die körperliche Einschränkung macht sie nur noch wütender. Versuchen Sie – so schwer es vielleicht auch sein mag – während des Wutausbruches möglichst ruhig zu bleiben. Sich gegenseitig anzubrüllen entfacht nur noch mehr Wut beim Kind. Nachdem sich das Kind ausgetobt hat, braucht es Sicherheit, Geborgenheit und Wärme. Lassen Sie das Kind wissen, dass Ihre Beziehung zu ihm durch die Wutanfälle weder belastet noch zerstört wird. Viele Eltern oder Therapeuten setzen bei Kindern mit häufigen Wutausbrüchen Boxsäcke ein. Das Kind sollte lernen richtig damit umzugehen, sodass es sich keinesfalls verletzt, sich aber trotzdem so richtig austoben kann.