Bambinis.org

...Kindermode selbst gestalten und bedrucken

Bookmark and Share

Kinderzimmer oder Familienbett: Wenn es nachts zu eng wird

Die Mehrzahl aller kleinen Kinder schläft am liebsten im Elternbett. Die meisten Eltern nehmen das hin, schämen sich aber oft ein bisschen dafür und sprechen oftmals gar nicht darüber. Meist wird die Meinung vertreten, ein Kind würde zu sehr verwöhnt werden oder eine zu starke Bindung zu den Eltern aufbauen, wenn es aus dem Elternbett nicht heraus zu bekommen ist. Doch stimmt das wirklich?

Wird die Entwicklung meines Kindes beeinträchtigt?

Trotz unterschiedlichster Meinungen vieler Eltern zu diesem Thema haben Forschungsergebnisse gezeigt, dass es keine negativen Auswirkungen hat, wenn das Baby oder Kind über Monate oder gar Jahre hindurch im Elternbett schläft. Nähe und liebevolle Zuneigung haben noch keinem Kind geschadet. Wichtig ist nur, dass sich die ganze Familie dabei wohl fühlt.

Das Familienbett: Vor- und Nachteile

Ein Familienbett ist nicht unbedingt ein Bett in überdimensionaler Größe, sondern einfach ein Bett, in denen Eltern und Kind oder Kinder – also die ganze Familie, schläft. Fans von Familienbetten legen meist besonders Wert auf Nähe zur ganzen Familie. Sehr wichtig dabei ist, dass alle genügend erholsamen Schlaf bekommen. Viele Kinder, aber auch Eltern schlafen sehr unruhig, wenn sie nicht genügend Platz bekommen und fühlen sich dadurch eingeengt. Auch leidet sehr oft die sexuelle Annäherung an den Partner massiv darunter, wenn das Kind im selben Bette schläft. In diesem Fall sollte unbedingt etwas unternommen werden. Doch wie bringt man das bloß schonend dem Sprössling bei?

Der Umzug in ein eigenes Kinderbett

Wichtigste Voraussetzung für die Veränderung der Schlafgewohnheit ist, dass beide Eltern in dieser Angelegenheit an einem Strang ziehen. Zuallererst müssen gemeinsam neue Regeln und Grenzen gefunden werden. Dem Kind muss erklärt werden, warum es in seinem eigenen Bettchen schlafen soll. Der Umzug ins eigene Bett oder Zimmer soll keine Bestrafung oder Nachteil sein, sondern als Verbesserung dargestellt werden. Das Kinderzimmer sollte nicht als Abstellraum mit Schlafgelegenheit behandelt werden, sondern sollte ein gemütliches Zimmer sein, das auch als Spiel- oder Aufenthaltsraum genutzt werden kann. Gemütliche Ruhezonen oder –ecken sollten nach Möglichkeit im Kinderzimmer ebenso vorhanden sein.

Konsequent bleiben

Besonders wichtig beim Umzug in das eigene Bett ist, dass die Eltern konsequent bleiben. Das Bedürfnis des Kindes nach Wärme und Nähe sollte dabei aber nicht verloren gehen. Bestimmte Ruhe- und Kuschelzeiten bewirken, dass sich das Kind etwas leichter von der nächtlichen Nähe der Eltern trennen kann. Dem Kind sollte außerdem versichert werden, dass in Notfällen wie Krankheit, oder wenn das Kind Angst hat, das Elternbett jederzeit offen steht.

Fazit

Die Bedürfnisse bezüglich Schlafgewohnheiten sind von Familie zu Familie sehr unterschiedlich. Ein gemeinsames Familienbett hat bestimmt viele Vorteile, sollte aber von allen Beteiligten befürwortet werden. Soll das Kind ins eigene Bett umziehen, ist das oftmals ein harter Kampf, der vielleicht in der Realität nicht immer sofort umsetzbar ist. Doch mit etwas Geduld und Konsequenz wird auch das als Familie gemeinsam zu schaffen sein.