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Pubertät: Warum Kinder immer früher erwachsen werden

Eltern erfüllt es mit Stolz, ihre Kinder heranwachsen zu sehen. Hat man als Elternteil selbst das Gefühl, die Zeit würde still stehen, wird man eines besseren belehrt, wenn man beobachtet, wie die Sprösslingen plötzlich zu Jugendlichen und Erwachsenen heranreifen. Eine Entwicklung, die oft viel zu schnell anbricht: die Pubertät. Dieser Wandel oder Abschnitt, setzt bei den Kindern oft schon sehr früh ein. Eine Tatsache, die das Kind und die Eltern oft völlig überfordert.

Die Pubertät

Die Pubertät bezeichnet eine Zeit, in der Mädchen und Jungen geschlechtsreif werden. Gesteuert wird der Prozess der Geschlechtsreife von der Hirnanhangdrüse. Von hier aus wird die Bildung der Sexualhormone Östrogen bei Mädchen (in den Eierstöcken) und Testosteron bei Jungen (Hoden) aktiviert. Normalerweise beginnt die Pubertät bei Mädchen durchschnittlich mit 10 Jahren und bei Jungen mit 12 Jahren. Doch immer öfter beginnt die körperliche Entwicklung der Mädchen bereits mit 9 und bei Jungen bereits mit 10. Meistens sind weder das Kind noch die Eltern auf so eine Frühentwicklung vorbereitet.

Die frühe Pubertät

Von einer verfrühten Pubertät spricht man dann, wenn sich beim Mädchen vor dem 9. Lebensjahr Brüste entwickeln und sich bei Jungen Penis und Hoden schon vor dem 10. Lebensjahr vergrößern. Davon sind Mädchen vier Mal häufiger betroffen als Jungen. Bei der echten verfrühten Pubertät (Pubertas praecox vera) gibt die Hirnanhangdrüse zu früh den Startschuss für die Pubertätsentwicklung. Beobachtet man das beim Kind, sollten diese unbedingt mit dem Kinderarzt abgeklärt werden. Ursache für diese verfrühte Pubertät können verschiedene Faktoren sein.

Gründe der verfrühten Pubertät

Ein Grund für die frühe Entwicklung der Kinder ist Übergewicht. Die Fettzellen erzeugen ein Protein, das die körperliche Reifung begünstigt. Auch Östrogene, die in manchen Lebensmitteln vorkommen, werden als mögliche Verursacher in Betracht gezogen. Der Fernseh- und Computerkonsum wirkt sich ebenso auf den Hormonhaushalt des Kindes aus. Auch das Familienumfeld hat Einfluss auf die geschlechtliche Entwicklung des Kindes. So zeigen Studien, dass Scheidungskinder, oder Kinder, deren Eltern sich häufig streiten, früher in die Pubertät kommen. Nicht zu vergessen ist allerdings die erbliche Belastung. Waren die Eltern schon frühreif, wird das wahrscheinlich auch an die Kinder weiter gegeben.

Wie Eltern dem Kind helfen können

Je früher sich die Eltern mit dem Thema „Pubertät“ beschäftigen, umso geringer wird die Überraschung sein, wenn das Kind plötzlich in diese Entwicklungsphase kommt. Das Kind frühzeitig aufzuklären, kann dabei eine sehr große Hilfe sein. So wird verhindert, dass das Kind von Gleichaltrigen oder sonstwo falsch informiert wird. Ein liebevolles Eingehen und Gespräche mit dem Kind, und das Verdeutlichen, dass es sich bei der Pubertät – wenn sie auch früh eintritt – um keine Krankheit handelt, können sehr viel bewirken.

Fazit

Die Pubertät setzt bei Mädchen und Jungen immer früher ein. Eine Tatsache, mit der man sich als Elternteil auseinandersetzen muss. Die Zeiten ändern sich und so auch die menschliche Entwicklung. Geht man auf sein Kind ein, und lässt es in dieser schwierigen Zeit nicht alleine, wird sich das positiv auf Eltern und Kind auswirken.