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Das Kind im Verein – Fingerspitzengefühl der Verantwortlichen ist wichtig!

Wie so oft, eigentlich wie immer, hat auch das Vereinsleben sehr viele Vorteile für Kinder, aber auch, ehrlicherweise gesagt, einige wenige Nachteile. Innerhalb des Vereinslebens lernt das Kind Zusammenhalt und die gemeinsame Arbeit auf ein Ziel hin. Auch die Unterscheidung zwischen kurz- und langfristigen Zielen ist im Vereinsleben bekannt und erlernbar. In diesem Kontext steht die Vorbereitung auf das Ziel hin, das Herunterbrechen des großen Zieles in Teilziele und die notwendige Arbeit, um jeweilige Teilziele und dann das Endziel zu erreichen. Dabei geht es um Strategie, oftmals auch um Taktik sowie auch um Teamgeist und Durchhaltevermögen.

Positive Erlebnisse fördern das Kind

Im Vereinsleben geht es daneben immer auch um Gemeinnützigkeit und Ehrenamt. Es macht Sinn Kindern möglichst früh zu zeigen, dass Menschen nicht nur wegen des Geldes, wegen Preisen und Ruhm etwas tun, sondern aus Überzeugungen handeln und weil bestimmte Ideale dahinter stehen. Diese Erkenntnis ist außerhalb von Vereinen oder ähnlichen Einrichtungen kaum zu vermitteln. Wegen der Vereinsgliederung und wegen des typischen Aufbaus eines Vereins können Kinder positive Erlebnisse wie Ordnung, Umgang mit Regeln und Vorgaben, Struktur, Verantwortung und Organisation erlernen. Die Umsetzung dieser vielen wichtigen Bestandteile ist nur in solchen Institutionen wie Vereinen, Schulen oder ähnlichen Einrichtungen am besten erlebbar und erlernbar.

Individualität des Einzelnen steht manchmal zurück

Gleichzeitig scheint die größte Stärke der Vereine für Kinder auch eine gewisse Schwäche oder einen Nachteil zu beinhalten: Ein Verein ist letztlich doch keine Familie. Die Individualförderung, also die Rücksichtnahme auf bestimmte Eigenheiten und Besonderheiten des Kindes, kommt dabei manchmal zu kurz. Im Vordergrund steht das Team, nicht der oder die Einzelne. Doch da sind Verantwortliche innerhalb eines Vereins besonders herausgefordert, mit Fingerspitzengefühl und besonderer Umsicht zu leiten und zu führen, gerade wenn es sich um Kinder handelt.

Gruppenleiter brauchen einen umfassenden Blick

Kinder benötigen auch direkte, sehr persönliche Ansprache. Es besteht die Gefahr, dass die Vorlauten eher die nötige Berücksichtigung finden, als die eher Stillen und Zurückhaltenden, die vielleicht genauso begabt und befähigt sind, aber dem Gruppendruck anfangs oder dauerhaft eher nachzugeben bereit sind. Von Anfang an sind somit die Leiter und Verantwortlichen herausgefordert, angemessen und umfassend zu reagieren. Gerade beim Umgang mit Kindern ist die ausgewogene Sicht und der Blick für jeden Einzelnen wichtig, damit das Kind beides erlebt: gemeinschaftliche und persönliche Ansprache und Förderung.